Ein Engagement, was eine entsprechende Würdigung verdient. Ende Februar richtete der Landkreis Emsland zusammen mit OGE als Vertragspartner eine Veranstaltung aus, um diese Entscheidung mit einer feierlichen Vertragsunterzeichnung im Beisein von Gästen aus Politik, Gesellschaft und Medien zu besiegeln. Der Einladung in den Hauptsitz des Landkreises Emsland nach Meppen war auch, wenn auch aufgrund von Terminkollisionen nur digital, der Wirtschaftsminister des Landes Niedersachsen, Grant Hendrik Tonne, gefolgt. Er hielt neben Landrat Marc-André Burgdorf und Detlef Brüggemeyer als Vertreter der Geschäftsführung von OGE eine Keynote. In dieser hob er das Engagement des Landkreises Emsland hervor, insbesondere mit dem Blick auf die Versorgungssicherheit von Deutschland. Das Emsland positioniere sich als zentraler Wasserstoff-Knoten Deutschlands und treibe mit großen Industrie- und Infrastrukturprojekten aktiv die Energiewende voran. Mit hohen Investitionen in Elektrolyseure, Pipelines und innovative Anwendungen entstehe hier eine Schlüsselregion für erneuerbaren Wasserstoff. So wird die Versorgungssicherheit Deutschlands gestärkt und der Aufbau eines nationalen Wasserstoffnetzes entscheidend vorangebracht: Das ist Voraussetzung für die Dekarbonisierung der deutschen Industrie, betonte der niedersächsische Wirtschaftsminister.
Dass der Landkreis diese Investitionsentscheidung getroffen hat, ist nicht zuletzt OGE zu verdanken. Schließlich bringt OGE mit der Planung, dem Bau und dem späteren Betrieb von Wasserstoffleitungen wie dem Nordsee-Ruhr-Link III die Verlässlichkeit, die es für solche Investitionen bedarf. Durch das Wasserstoffkernnetz, welches OGE gemeinsam mit anderen Gasnetzbetreibern Stück für Stück realisiert, entsteht die Lebensader einer zukünftigen Wasserstoffinfrastruktur für Deutschland. Detlef Brüggemeyer nutzte in seiner Keynote das Bild einer Band, der Wasserstoffband, in der OGE als Infrastrukturbetreiber der Taktgeber sei und die Voraussetzung für ein harmonisches Ganzes setze. Aber eine gute Band brauche mehr Akteure: Umgesetzt auf den Wasserstoffhochlauf sind das die Produzenten, Abnehmer, Händler, Infrastrukturbetreiber und auch die Politik als Unterstützer und Rahmensetzer. Während OGE vorangeht, die Verlässlichkeit für Investitionen schafft, müssen die anderen Bandmitglieder noch ihre Rollen einnehmen oder vielmehr festigen. Dabei bedarf es, so Detlef Brüggemeyer, eines langen Atems, Durchhaltevermögen und den Willen dranzubleiben. Der Landkreis Emsland geht diesen Weg in die Wasserstoffzukunft und nimmt hierbei eine Vorreiterrolle ein.

Freuen sich über die Anbindung des Landkreises Emsland an die Wasserstoffleitung Nordsee-Ruhr-Link III: Das Team von OGE mit (v. l.) Nick Schulz, Elmar Scholl, Michael Stroetmann, Anika Leimbrink, Selina Breilmann und Detlef Brüggemeyer
Zum Hintergrund: Der Landkreis Emsland hat sich insgesamt 13 Anbindungen an den Nordsee-Ruhr-Link III gesichert, der auf ca. 122 km von Bunde bis ins nordrhein-westfälische Wettringen verläuft. Den größten Teil dieser ca. 122 km Leitungslänge verlegt OGE im Emsland. Für den Landkreis Emsland entstand so die Chance, sich an das Wasserstoffkernnetz anzuschließen. Über eine Clusterbildung aus Kommunen und regionaler Wirtschaft haben die Sensibilisierung, der Austausch und die Vernetzung sowie die schlussendliche Ermittlung von Wasserstoffpotenzialen begonnen. Das Resultat sind Anbindungen an den Nordsee-Ruhr-Link III, die der Landkreis bewusst in Vorleistung geplant, abgestimmt und hierfür die Finanzierung in enger Abstimmung mit den Gemeinden vorbereitet hat. 11 Anbindungen gehen an den Landkreis Emsland, jeweils eine weitere an die EWE NETZ in Dörpen und an die Stadtwerke Schüttorf-Emsbüren. Der Nordsee-Ruhr-Link III befindet sich derzeit im Planfeststellungsverfahren und soll noch in diesem Jahr in die Bauphase wechseln. Das Kernnetz gibt für den Nordsee-Ruhr-Link III 2027 als Jahr für die Inbetriebnahme an.

Offizielle Unterzeichnung der Anbindung des Landkreises Emsland an den Nordsee-Ruhr-Link III mit Vertretern aus der Kommunalpolitik und Unternehmen.
